Mittwoch, 10. August 2011

Einkaufen mit dem Wirbelwind...

...stellt in letzter Zeit eine besondere Herausforderung dar. Nicht nur für meine Nerven.
Wie ein Tornado ist er gestern durch den Supermarkt gefegt. Noch ehe ich den ersten Gang durchquert hatte, lag alles Mögliche in meinem Einkaufswagen, das ganz bestimmt nicht auf meiner Einkaufsliste war.
Als ich ihn dann endlich in der Obstabteilung eingefangen hatte, wünschte ich mir nichts sehnlicher, als ein Paar Handschellen und einen Maulkorb! Dieser Schlingel hatte doch tatsächlich sämtliche Obstsorten angebissen und die "Kostproben" dann wieder zurück in die Steigen gelegt.


Bis ich alle angebissenen Stücke gefunden, eingetütet, abgewogen und etikettiert hatte, hatte ich vergessen, was ich selbst denn eigentlich hätte einkaufen müssen.
Tja, wird nun manch eine/r sagen, dafür gibt es Listen...
Und genau das ist der Punkt. Wenn ich Zeit gehabt hätte, besagte Liste nicht nur im Kopf, sondern auf einem Zettel zu erstellen, dann hätte ich wohl auch die Zeit gehabt, dem Wirbelwind schnell drei bis vier der gebrauchten Dinge auf einen Zettel zu malen. Die im Supermarkt ausfindig zu machen, fordert zumindest 10 Minuten seine volle Konzentration, was wiederum ich ausnutzen kann, um Preise, Haltbarkeitsdaten und sonstiges Kleingeschriebene genauer unter die Lupe zu nehmen.
Aber mal ganz ehrlich, habt ihr immer Zeit, eine Einkaufsliste für euch selbst und dann noch für's Kind zu schreiben und zu malen?
Oder euch bei jedem Einkauf neue Tricks und (womöglich noch pädagogisch wertvolle) Spiele auszudenken, die nichts mit Bestechung - "Wenn du jetzt brav bist, bekommst du nach der Kassa was auch immer" - zu tun haben?
Ich bin wirklich dankbar für jeden Tipp von euch, der uns zukünftig desaströse Supermarktbesuche erspart. 
Und ich freue mich über jeden Kommentar, der mir zeigt, dass mein Kind NICHT das schlimmste auf der ganzen Welt ist und ich mit derartigen Erlebnissen NICHT alleine dastehe.
Der Kommentar der Supermarktangestellten war hingegen wenig hilfreich: "Warum is' denn der nicht im Kindergarten?"
Ganz unter uns, aber schief angeschaut zu werden, weil wir unsere Kinder nicht schon im Krippenalter weggegeben haben, sondern der Meinung sind, dass die gemeinsame Zeit und gemeinsame Tätigkeiten (und dazu gehören nun mal auch Haushalt und Einkaufen) in den ersten zwei, drei Jahren wichtig für unsere Kinder (und auch für uns selbst) sind, das haben wir nicht verdient! Oder???

Ganz liebe Grüße - KrokodiLina

Kommentare:

  1. Bin gerade Nadine's blog auf dich gesessen und musste etwas schmunzeln als ich deinen Eintrag las. Nein, du bist definitiv nicht alleine und dein Kind ist auch keine Ausnahme. Ich gehöre auch zu den Mama's die es wagen Ihre Kinder doch allen Ernstes in den Supermarkt mitzunehmen (zwei Jungs 2 und 3 1/2). Meistens läuft es gut aber seit ein paar Wochen will mein Kleiner partout nicht akzeptieren, dass man nicht alles im Geschäft aufmachen und essen kann. Ich versuche dem stand zu halten und nehme of was zum knabbern mit, aber um mich noch mal so richtig in Stress zu versetzen brüllt er regelmässig an der Kasse. Ich denke dass ich nach außen recht ruhig wirke aber innerlich ist es was anderes - da helfen vor allem nicht die Blicke und teils unglaublichen Kommentare von Anderen. Ich werde mir für's nächste mal ein paar retour Sprüche überlegen mit denen ich dann gekonnt kontern kann. Liebe Grüsse, Nina

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  2. Uiuiui, kann mir das alles sehr gut vorstellen. Wenn ich unseren Kleinen im Supermarkt mit dabei habe, sitzt er immer im Sitz vom Einkaufswagen und ist angeschnallt. Alles andere geht gar nicht! Der steht mir sonst auf und versucht aus dem Wagen zu klettern. Wenn ich ihn laufen lasse, dann kann ich das mit dem Einkaufen gleich ganz sein lassen...
    Zum Einkaufszettel: Ich habe immer einen Einkaufszettel am Kühlschrank hängen und notiere darauf direkt, wenn ich etwas leer mache oder mir gerade etwas einfällt, was wir noch brauchen. Ausserdem setze ich mich 1x in der Woche hin und mache einen groben Essensplan für die kommenden 7 Tage und suche mir dann auch gleich die Rezepte und Zutaten raus und schreibe auf die Liste, was ich dafür noch extra benötige. Dann brauche ich, wenn ich zum Einkaufen los will, mir nur noch den Zettel schnappen! Damit fahre ich eigentlich ganz gut und habe - seit ich das mache - kaum noch etwas vergessen! Probier's mal aus!
    GLG, Bianca

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  3. HI!

    Also ich bin gerade auf deine Seite gestoßen und habe vor mich hingegrinst, als ich das gelesen habe.
    So hatten wir es nicht - aber anders und das Gefühl war das Gleiche. Ich war nicht standhaft genug ihn immer mitzunehmen und mir immer den Stress zu geben. Also ist dann der Mann am Samstag alleine zum Einkaufen und Ende.*g
    Es vergeht, sie werden größer und vernünftiger. Zwischendurch habe ich ihm immer wieder versucht zu erklären, wie ich möchte dass Einkaufen abläuft und einmal war ich dann so geladen, dass ich den Einkaufswagen habe stehen lassen und mit ihm raus ins Auto bin und ihn da in seinen Stuhl geschnallt habe. Da waren meine Nerven wirklich durch. Er ist auch losgerannt, immer gab es gequengel nach dem Kindereinkaufswagen und dann ist er mit dem auch losgerannt - sein Motto: Sollen die Leute doch auf die Seite gehen. Ich mit hochrotem Kopf hinterher. Dann gabs halt keinen Kindereinkaufswagen - nur für den kleinen Einkauf, na und wie gesagt, es musste auch der Papa ran - der durfte - wie großzügig von mir den Kleinen auch mal mitnehmen.*fg
    Mein Tipp ist einfach: Besprich immer vor dem Geschäft vor der Türe nochmal, was du von ihm willst, wie das abläuft und klipp und klar, was passiert, wenn es nicht so läuft - so sind die Grenzen abgesteckt und du weist in Sekunden, wie du zu handeln hast. Vergiss den Einkaufzettel - wenn es ruhiger wird, und er brav - naja, halbwegs brav mitläuft, fällt er dir bestimmt wieder ein. Gemalt habe ich nie - ist ja egal, wenns die teuere Butter von ganz hinten aus dem Laden ist - hauptsache ich habe ihn beschäftigt und es kommt, was ich wollte: die Butter.*g
    Kurz und gut: Ich finde es super, dass deine Kinder bis drei bei dir bleiben dürfen. Mache ich mit beiden auch so (der Sohn ist jetzt 5 und die Kleine wird 1).
    Ich finde es eine eigenartige Modeerscheinung oder keine Ahnung was, dass man sein Kind abgeben soll, bevor es drei ist und es macht mich supersauer, wenn jemand soetwas fordert. Es ist wirklich das Recht des Kindes und dient dem Wohl des Kindes, wenn es noch ein paar Jahre zu Hause bei den Eltern bleiben darf. Warum man das heute so verteidigen muss ist mir schleierhaft - und ehrlich eigentlich egal: Ich mache es so, weil ich merke, dass es meinen Kindern gut tut. Wofür bekommt man Kinder? Dass man sie gleich wieder abschiebt? Ich will wenigstens diese drei Jahre nonstop mit ihnen haben und dann werden sie sowieso flügge - langsam aber stetig.

    Ganz liebe Grüße und viel Spaß beim Einkaufen!
    LOLO

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herzlichen dank für deine zeit und deine worte!