Samstag, 17. Januar 2015

januar°lichtblicke {4}

...aus den zwei vergangenen wochen aus meinem wilden garten...


...stürmische zeiten waren (sind) es, die nicht nur im inneren einiges durcheinanderwirbelten, sondern gegenständlich auch im garten...





...perlenfunde...




...von weitem war ich erst erstaunt - hatte hier jemand ein neues bäumchen gepflanzt?...




...dem sturm konnte der schwer mistelbeladene lindenast wohl nicht mehr standhalten...




im hochbeetgarten fesselten mich zwei herbstrestfunde mit ihrer sattbraunen regenfarbe...




...und ein zartes blattgerüst, in dem sich schillernd regentropfen verfangen hatten...




im rosengarten entdeckte ich ein verwaistes schneckenhaus...




...gerne hätte ich mich in letzter zeit immer wieder einmal in eines verkrochen, um ruhe zu finden...




...und fand sie dann aber vielmehr draußen, in der natur, im garten...





...bojengleich leuchtend das grau durchbrechend...




...und immer wieder der tröstliche blick in den himmel...


...der sich donnerstags dann von seiner strahlenden seite zeigte, mit milden temperaturen, die den ersten waldtag nach den weihnachtsferien mit den kindergartenkindern zu einem herzerwärmenden und herzöffnenden erlebnis für mich machten. fast unversehrt entdeckten wir das mandala von anfang juni, in dessen mitte nun sanftgrünes moos wuchs und die schneckenhäuser und äste durch braunes herbstlaub ergänzt wurden. keine hand frei hatte ich zum fotografieren, denn der kleine hundebub durfte uns bei diesem walderkundungsgang erstmals begleiten und musste immer wieder über blattloses brombeergestrüpp getragen werden. begeistert war ich diesmal, wie viel selbstverständlicher die kinder, von denen die meisten bei unseren ersten waldaufenthalten noch über äste, erdhügel und brombeerranken gestolpert und gefallen waren, sich diesmal im wald und auf der wilden wiese bewegten.

ich wünsche euch ein schönes wochenende!

(diesen post verlinke ich zu jahreszeitenbriefe und der raumfee)

Kommentare:

  1. Den Blick für die Details...die Freuden der Natur zu bewahren...ist gerade in dieser stürmischen Zeit ganz wichtig, denn so vergewissern wir uns immer wieder, dass es sich lohnt, diese Erde in ihrer Gesamtheit zu erhalten...Wunderbare Bilder! Dir ein schönes Wochenende! LG Lotta.

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  2. wunderschön sind deine bilder, liebe dania – immer der sortierende blick für die schönheiten. das schneckenhaus im freien, eines der besten in seiner offenheit und ganz besonderen form der ruhe.

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  3. oh wie schön. ein bisschen melancholisch sind sie, deine bilder. und so ruhig. das tut gut.

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  4. liebe dania, bevor ich jetzt hier lese und die wunderbaren bilder (voller symbolik...) betrachte, war ich heute vormittag eine halbe stunde im garten, nur schauen, nicht arbeiten. es war grau und doch nicht grau..., und vor allem: ruhig und still, untermalt vom leisen vogelgezwitscher. balsam für seele und herz... und wie schön deine erfahrung mit den kindern! eine meiner studierenden hatte ihre facharbeit über ein waldprojekt geschrieben mit stadtkindern aus der krippe, also unter 3. und sie beschrieb es genauso: schon beim zweiten ausflug erkannten die kinder "ihren" wald wieder und bewegten sich sehr viel leichter und lockerer und vertrauter darin. ich erlebe gerade an 5. und 6.-klässlern, wie ungeheuer wichtig diese frühe prägung ist..., dieses frühe vertrautwerden mit dem lebendigen um uns her, nicht alle kommen in diesen genuss, selbst draußen auf dem land nicht. lieben gruß ghislana

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  5. Das reinste Seelenbalsam, dieser Post, liebe Dania! So geht es auch mir.
    Vor allem die Mistelbilder haben es mir angetan...
    Heute zeigte sich der Himmel erstmals wieder ganz blau, danach habe ich mich auch so gesehnt.
    Es geht mir gut. Gleich kommt das kleine M, ich habe viel genäht, hab mich engagiert, weiß jetzt, dass der Ruhestand sicher kommt...
    Schicke ein bisschen Wohlbehagen nach E. zu euch.
    Astrid

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  6. Liebe Dania!
    Wie gut, dass auch der Januar so wundervolle Lichtblicke bereit hält :-)
    Die vielen Perlen gleichen ja schon fast einem großen Schatz!
    Liebe Grüße und ein ruhiges Wochenende wünscht Dir,
    Sabine

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  7. Ein lustiges Mistelkleid wird da übergeworfen und verfremdet. So feine Funde, zart und filligran!
    Liebe Grüße
    Andrea

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  8. toll! ich möchte auch so einen wilden Garten!
    liebe Grüsse und ein schönes Wochenende!

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  9. Was für ein schöner Fund ist dieses Mistelbüchel. Wie die Perlen einer aufgegangenen Kette hat er seine Beeren verloren und sich zu Füßen gestreut, als ob er in der Kälte kräftig gezittert hätte. Und das Blattgerüst, so zart.
    Ich kann mich erinnern, dass die Grundschullehrerin meines Sohnes sich darüber beschwerte, dass Kinder heutzutage nihct nur keien Ahnung von der Natur mehr hätten, sondern auch keine Beweglichkeit und Körpergefühl, Geschicklichkeit und Gleichgewichtssinn mehr, fast wie alte Leute. Nicht mehr balancieren, nicht mehr hüpfen, nicht mehr auf einem Bein stehen können - ungeschickt einfach, weil sie sich nur noch auf ebenen Gehwegen und Asphalt ohne Hindernisse bewegen, oder auf ihrem Hintern sitzen. Mein Sohn hat es zum Glück noch, weil ich ihn immer schon durch den Wald gejagt habe. ;-) Gut, dass das jetzt mit Waldgruppen wieder geschult wird, wenn es im Alltag schon kaum noch Raum hat.

    Herzlich, Katja

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  10. Zwar entdeckte ich diese Woche keine Perlen im Wald, aber doch zog es auch mich wieder und wieder in den Wald. Wie gut das tat. Gefunden hab ich, was ich irgendwo sonst suchte. Und mit einer kleinen Begleiterin, die mehr und mehr einsaugt von dem was ist, im Moment.
    Herzlichst!

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  11. wonderful Dania !
    no abundance of color or flowers,but subtile, fairy-tale forms and patterns, the mistletoe 'pearls' photo is stunning, a leaf ...as if it was made out of old, weathered leather, a 'porcelain' snai shell.
    for a keen eye even winter has lots and lots to offer, thanks for sharing.

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  12. so wild der garten, so klar die gedanken!
    deine kleinen feinheiten sind einfach nur schön!
    liebe grüße, mano

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  13. Oh, sind die Bilder toll! Eines schöner als das Andere.
    Du liest Dich so bei Dir, das ist fein!
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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  14. Stürmische Zeiten und doch vermitteln Fotos und Text einen Einklang mit der Natur. Ich beneide Dich um das, was Du tust.
    Lieben Gruß
    Sonja

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herzlichen dank für deine zeit und deine worte!